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Indians schlagen Spitzenreiter

21 Januar 2012 von: Webmaster Ein Kommentar
Indians schlagen Spitzenreiter

Die EC Hannover Indians bleiben weiter auf der Erfolgsspur. Auch der Spitzenreiter aus Landshut konnte das neue Bollwerk “Eisstadion am Pferdeturm” nicht knacken und verlor verdient mit 3:1 (0:0;0:0;3:1) gegen fast perfekte Hannover Indians. Der ECH sicherte mit diesem wichtigen Sieg den achten Tabellenplatz vor den Eispiraten Crimmitschau ab, die bereits fünf Punkte hinter den Indians liegen.

Vor gut 3600 Zuschauern im gut gefüllten Eisstadion am Pferdeturm gab Braves Stürmer Ryan Olidis ein solides Debüt und durfte sein erstes Spiel vor großer Kulisse an der Seite von Michael Fröhlich und Dylan Gyori geben.

Das Spiel begann vermeintlich gut für den ECH. Peter Abstreiter checkte bereits nach 55 Sekunden äußerst unglücklich Danny Pyka in die Bande. Der ansonsten sehr schwache Schiedsrichter Stefna Franz lag da mit einer Spieldauerstrafe gegen Abstreiter aber richtig. Pyka konnte erst Mitte des zweiten Drittels zusammengeflickt wieder mitwirken. Die folgende fünfminütige Überzahl war für die Indians aber scheinbar noch etwas früh in diesem Spiel. Nicht einen Schuss brachte man auf das von Sebastian Vogl gut gehütete Tor. Die Cannibals-Defensive hatte wenig Mühe das zuletzt immer besser werdende Indians Powerplay zu killen. So begann das eigentliche Eishockeyspiel auf hohen taktischen, läuferischen und kämpferischen Niveau mit fünfminütiger Verspätung. Beide Mannschaften agierten aus einer sich sicheren Abwehr heraus so dass klare Möglichkeiten auf beiden Seiten fast nicht zu notieren waren. Man sah aber bereits früh, dass den technischen versierten Gästen das Indians Defensivsystem überhaupt nicht schmeckte und die Indians weniger Fehler im Spielaufbau machte als die von Christian Künast geadelte Verteidigung der Niederbayern. Für Tore reichte es aber im ersten Drittel nicht.

Im zweiten Drittel begannen beide Teams weiterhin geduldig und defensiv stabil. Thomas Ower und Sebastian Vogl hatten wenig zu tun und verfolgten das Spiel zumeist aus der Ferne. Für beide Teams war fast immer an der gegnerischen blauen Linie Schluss. Erst zu Mitte des zweiten Drittels wurde das Spiel auch für den nicht Taktik-Fans interessanter. Die dickste Möglichkeit hatten die Gäste, die aber dank eines wieder sehr sicheren Thomas Ower scheiterten. Der Indians-Goalie hält nun endlich mal einen sogenannten “Unhaltbaren” und ist dazu auch bei Kontern nicht mehr so einfach auszuspielen. Das Schiedsrichter Franz auf beiden Seiten klarste Strafzeiten nicht sah, mussten beide Teams ihre Siegchance bei nummerischen Ausgeglichenheit suchen. So blieb es für beide Mannschaften eine ritt auf der Rasierklinge, bei dem der erste Treffer des abends bereits eine Vorendscheidung sein könnte. Positiv hervorzuheben sind auf alle Fälle die Sturmreihen drei und vier der Indianer. Die hatten sehr viel Eiszeit und konnten sogar echte Akzente setzen, da sich die jeweils ersten beiden Reihen der Indians und der Cannibals zum größten Teil neutralisierten.

Eine weitere Steigerung erlebte diese Partie im letzten Drittel. Zwar wollten beide Teams primär erst ein mal kein Tor kassieren, doch man merkte das die Entscheidung in der Luft liegt. Die Indians hatten jetzt die klareren Möglichkeiten, bekamen aber zumeist nur relativ ungefährliche Schüsse von außen von der Cannibals Verteidigung zugebilligt. Erst eine typischen Kraftaktion von DJ Jelitto brach endlich den Bann. Der Deutsch-Amerikaner hat scheinbar endlich wieder seine Durchsetzungsfähigkeit gefunden lief mit dem Puck hinter dem Tor herum, zog vor das Tor und traf bereits im Fallen mit der Rückhand durch die Beine von Vogl zum erlösenden 1:0 für die Großstadtindianer. Nur einen Angriff später wäre Vogl fast auf die gleiche Art zum 2:0 geschlagen geworden, doch der Schuss von Ryan Olidis wurde im letzten Moment unter Keeper Vogl gesichert und rutschte nicht zum zweiten mal über die Linie. Das erledigte dann Danny Pyka nur zwei Minuten später. Jamie Chamberlain spielte den Verteidiger wunderbar an und dieser traf mit einem Schlagschuss genau unter die Latte zum vorentscheidenden 2:0 für die Hausherren. Diese Führung war jetzt auch absolut verdient weitere Möglichkeiten für die Indians folgten auf dem Fuße blieben aber ungenutzt. Gut sieben Minute vor Ende hatten die Indians die Möglichkeit bei der einzigen ausgesprochenen Strafe den letzten Drittel den Sack im Powerplay zu zumachen. Doch wieder eigentlich immer machten die Indians einen Fehler an der blauen Line und fingen sich den obligatorischen Shorthander zum 2:1. Martin Davidek schüttelte Daniel Hilpert ab und traf etwas glücklich zum Anschluß. Die Indians zeigten sich aber wie zuletzt auch in der Crunchtime nervenstark und überstanden die letzten Druckwellen der Gäste relativ souverän und hatten Ihrerseits durch Ryan McDonough die große Chance mit einem Empty-Net Goal den Sack endgültig zu zumachen. Doch der Kanadier verfehlte das leere Tor und verursachte dazu noch ein Icing. Nicht auszudenken wenn die Cannibals ausgerechnet jetzt getroffen hätten. Doch die Indians arbeiteten wieder klasse im eigenen Drittel und konnten sich mit einem langen Pass auf Jamie Chamberlain befreien. Der spielte auf den mit gelaufenen DJ Jelitto, der aber das sichere Tor Ryan McDonough schenkte, der damit endlich mal wieder ein Tor erzielen konnte. Am Ende bleibt ein toller Eishockeyabend mit einer Indians Mannschaft, die selbst den kritischen Christian Künast zufrieden stellte. Wie auch heute könnten die zuletzt sehr starken Reihen drei und vier auch am Sonntag in Dresden wieder das Ass im Ärmel für Christian Künast werden. Das Spiel wird dann Live in IndiansTV (Brauhaus Ernst August) zu sehen sein.

Beste Indianer: Jamie Chamberlain, Daniel Lupzig, Maik Blankart
Beste Cannibals: Kamil Toupal, Steve Hanusch, Bill Trew

Die Offiziellen Statistiken vom Spiel auf Pointstreak

Ein Kommentar »

  • Cherry said:

    Sauber Jungs, macht weiter so!
    War eine tolle Leistung,……die Jungs waren voll konzentriert,abwartend,haben nur wenig zugelassen,sehr diszipliniert ggespielt…..echt geil,wie sie die Top-Reihe der Landshuter ausgehebelt haben.Saubere Ar…beit,Jungs…..und weiter so! Moechte aber auch den Youngster (Blankart,Salzer,Lupzig) fuer ihre tolle Arbeit mein Lob aussprechen,macht weiter so! Auch Marius Garten, der kleine “Pitbull”, er arbeitet hart, sehr laufstark…..einfach nur Klasse. Nicht zu vergessen, ist hier auch die Leistung von Christian Kuenast lobend zu erwaehnen,der der Mannschaft wieder den Spass am Spielen zurueck gegeben hat sowie die Erinnerung daran,warum jeder Einzelne Eishockeyspieler geworden ist.Es ist schoen zu sehen,wie jeder der Jungs wieder seine Freude an dem Sport zurueckgewonnen hat.Die Jungs spielen wieder mit ganzem Herzblut…….DANKE DAFUER CHRISTIAN KUENAST!!!!!!Endlich mal ein Trainer, der das Potenzial jeden einzelnen Spieler erkennt und sie Ihren Fähigkeiten entsprechend einzusetzen weiß.Die Geste Jelitto`s als er MCDonough die Scheibe zum Empty Net rüberschob, war ganz großes Kino. War auch ne geile Aktion von Fraiser Clair (ebenso, wie von P. Holmgren), sich in die Fankurve zustellen. Man sah, dass er jetzt schon aus ganzem Herzen “Indianer” geworden ist und die Fans, die Atmosphäre und das Ganze zu schätzen weiß……er weiß, warum er hergekommen ist, denn er scheint es jedesmal auf’s neu aus vollen zügen zu genießen. Hut ab, dafür.
    Mein Fazit des gestrigen abends……ein rundum gelungener Abend, der alles bot, was den “Turm” ausmacht und wofür wir ihn lieben.

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